Mit einem starken Auftakt startete die KlettGeno am Mittwoch, den 30. Juli 2025, im wunderschönen Gasthaus-Bahnhof in Grießen ihre neue Energiegruppe. Über 20 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung, um gemeinsam über neue Wege der Energieversorgung in der Region nachzudenken und erste Ideen aktiv mitzugestalten.

Joachim Netzhammer eröffnete die Veranstaltung mit einem Beispiel von dem Projekt „Rinne“ der Flughafen Zürich AG. Dort wird eine eiszeitliche Kiesrinne als saisonaler Wärme- und Kältespeicher genutzt – ein innovativer Ansatz, der auch auf die Klettgauer Geologie übertragbar sein könnte.

Die KlettGeno eG sieht darin die Chance, regionale Energie aus Grundwasser und Sonne für ein modernes, gemeinschaftlich getragenes Versorgungssystem zu erschließen.
In einer lebendigen Vorstellungsrunde wurden vielfältige Themen gesammelt: Wärmenetze, Eisspeicher, Pyrolyse, Energieautarkie, dezentrale Stromspeicherung, aber auch soziale Aspekte wie Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und bürgerschaftliche Teilhabe.

Die Vision: ein zukunftsfähiges, krisensicheres und klimafreundliches Energiesystem für den gesamten Klettgau.

Zum Abschluss bildeten sich drei Themengruppen: Strom, Wärme sowie Information & Öffentlichkeit – die sich künftig regelmäßig austauschen und erste Projekte anstoßen wollen. Bereits in Planung ist die Zusammenarbeit mit der Energieagentur Südwest, die KlettGeno bei der Entwicklung eines ersten möglichen Nahwärmenetzes rund um den Gasthof Linde fachlich begleiten soll.

Ein weiteres Treffen ist nach den Sommerferien geplant. 

Denn eins wurde am Abend deutlich:
Die Energiezukunft des Klettgaus soll aus der Mitte der Bevölkerung heraus entstehen.